Öko-Automaten

  
Neulich, in Paris, wurde ich dieses interessanten Automatenladens in der Rue des Danes im 17. Arrondissement gewahr. Betrieben wird er von „Au bout du champ“, es ist die zweite physische Niederlassung des Anbieters und so etwas wie die urbanere Version des vom Biobauern zugestellten Lebensmittelkisterls, wie man es hierzulande kennt.

Alle Lebensmittel sind von regionalen Produzenten, was auch die Preise erklärt – trotz geringer Betriebskosten sind die nämlich recht stolz.

  
Bin gespannt, ob bei meinem nächsten Ausflug in die Stadt der Lichter schon ein flächendeckendes Automaten-Ökosystem entstanden sein wird. En quelque sorte, j’en doute.

Grüne Lunge à la parisienne

Wegen einer Bildersuche bin ich letzte Woche auf das Projekt des Architektenduos Pierre Berger und Jacques Anziutti für „Les Halles“ in Paris gestoßen, und ich muss sagen – „pas mal“. An den Ort des einstigen „ventre de Paris“, wie Emile Zola das Markthallenviertel nannte, soll in näherer Zukunft eine grüne Lunge treten – und damit vielleicht ein neues Herz der Innenstadt.

Das Einkaufszentrum und den Abgang zu den RER- und Métrolinien fand ich immer schon hässlich (und für Stadtnutzer/innen nicht gerade praktisch…). Dementsprechend schade fand ich es auch, dass ich die in den Siebzigerjahren zerstörten Markthallen nicht zu Gesicht bekommen hatte.

Was jetzt an die Stelle der eher unrühmlichen Anlage um das „Forum des Halles“ treten soll, ist eine „Canopée“, also ein Blätter- oder Laubdach, das sich licht und leicht gegen das umliegende Viertel öffnet. Außerdem soll es hier offensichtlich wirkliche Grünanlagen geben, wie sie, jedenfalls im Zentrum von Paris, ja nicht allzu häufig sind.

2016 sollen alle Bauten fertig sein, die Canopée soll bereits 2014 übergeben werden. Es bleibt also spannend, im Herzen von Paris.

 

Mit Bienenfleiß


In den letzten Tagen ist es in Wien-Tuchlauben ja wieder einmal ziemlich (luxuriös) rundgegangen, Stichwort: „Louis Vuitton Global Store“ und Goldenes Quartier, und sowieso. Die Eröffnung nämlich, und der Ausblick auf noch viele andere Eröffnungen. Ganz so voll wie bei Emporio Armani zuletzt war es „chez Vuitton“ zum Glück nicht, man konnte also atmen, ich persönlich habe nur die Press-Preview besucht und bin dem samstäglichen Cocktail aus Erschöpfungsgründen ferngeblieben.

Der Fokus auf Louis Vuitton war jedenfalls auch für uns in der Zeitung Anlass für einen Artikel über die CSR-Strategie des Unternehmens, passend zu unserer letzten „Green Issue“. Ich habe mir im Speziellen die Bienenstöcke angesehen und mich darüber mit Geoffroy van Raemdonck, Präsident für den Geschäftsbereich Südeuropa, unterhalten. Hier gibt es den ganzen Text. Herr van Raemdonck ist übrigens eine ausgesprochen aparte Erscheinung, „comes with the job“, vermute ich (oder umgekehrt?).

Und wenn die Vuitton-Bienenstöcke schon „auf den Dächern“ von Paris stehen, dann sind sie doch zugleich „sous le ciel de Paris“ und darum ganz und gar Piaf-kompatibel.