Die Österreich-Vitrine

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Vom 19. bis 22. Jänner ist es wieder soweit: Der Austrian Fashion Showcase tritt wieder in Paris in Erscheinung, wie schon gewohnt beim ersten Termin der Première-Classe-Messe in der Porte-de-Versailles-Location. Mit von der Partie sind diesmal GON/Christina Steiner, Bradaric Ohmae, Wubet, Rose Beck, Andy Wolf, Mangelware und Katharina Schmid.

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Ich habe es schon einmal an anderer Stelle gesagt und wiederhole es gern: Was Camille Boyer und Marlene Agreiter, die außerdem die Organisation der Kooperationsbörse übernommen haben, hier auf die Beine stellen konnten, ist ganz außerordentlich wichtig für die heimische Szene. Ein – relativ kostengünstiger – Modesatellit mit Showcase-Effekt ist zu einem Zeitpunkt, da die Tradeshows in Paris (und sonstwo) vor lauter „upcoming talents“ und Newcomern überzugehen drohen, umso wertvoller.

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Gut Ding braucht Weile, und natürlich etabliert sich eine Modekapsel wie der Austrian Fashion Showcase nicht von heute auf morgen. Verglichen mit dem Budget, über das andere National/Regionalauftritte (etwa von Wallonie oder Flandern) verfügen, muss hier außderdem mit recht bescheidenen Mitteln ausgekommen werden.

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Umso lobenswerter ist der professionelle Auftritt – das betrifft sowohl den Messenstand als auch die begleitenden Druckmittel. Bravo also und weiter so – und mehr Informationen gibt es hier.

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Céline? Braucht kein Mensch.

Ganz so einfach ist es natürlich nicht, und Phoebe Philo macht wunderbare Mode. Auch wenn der Hype vielleicht ein ganz klein wenig abgeklungen ist? Ist ja auch schwierig, so über Saisonen und Jahre hinweg als Leithammel (oder wie man das nennen soll) der ganzen Modewelt fungieren und funktionieren zu müssen. Christophe Decarnin hat bei Balmain ja nicht so lange durchgehalten, und Nicolas Ghesquière hat, ein wenig überraschenderweise?, unlängst ja auch w.o. gegeben.

Aber was ich eigentlich sagen wollte: Wer Céline mag, der wird die Taschen von Tanja Bradaric und Taro Ohame lieben. Ich hoffe stark, dass sich die beiden als „the Next Big Thing“ aus Wien etablieren können. Wenn sie ihren cleveren und stilsicheren Accessoire-Ansatz so konsequent weiterverfolgen, wenn die Qualität der Produktion stimmt und ein Vertriebsnetz auf die Beine gestellt werden kann, dann sollte das womöglich gelingen.

Siehe auch www.bradaric-ohmae.com