Eingelocht!

Wie heißt diese Datei so schön? "Buchlochinfo". Eben.
Wie heißt diese Datei so schön? „Buchlochinfo“. Eben.

Ein Hinweis in eigener Sache, gschwind noch, bevor die Vienna Design Week wieder ihre Pforten schließt: Noch bis 5. Oktober präsentiert Christopher Wurmdobler im temporären Buchloch das unvergleichlich betitelte Kompendium HAPSI APSI PIPSI POPSI YIPSI!, eine Hommage an sämtliche Umtriebigkeiten der H.A.P.P.Y.-Menschen in den vergangenen, was?, zwanzig Jahren.

Und das Aufregendste: Meine Wenigkeit durfte auch ein Textelchen beisteuern, ich war ja auch immer eifriger Zaungast und großer Fan, aber weit davon entfernt, zum unvergleichlich und erstrebenswert Inner Circle zu gehören. Hach!

Mein Autorenexemplar hole ich mir dann ab, wenn ich die Spätfolgen meiner Zahn-OP diese Woche überstanden habe.

Also jedenfalls: hingehen, Loch anschauen, Buch kaufen. Gell?

Mehr Infos zum Event hier.

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Historisch wertvoll

Marco Zanini für Elsa Schiaparelli (mit Place-Vendôme-Dekor)
Marco Zanini für Elsa Schiaparelli (mit Place-Vendôme-Dekor)

Im Herbst kommt neue Mode in die Geschäfte, man erfährt, was kommenden Frühling „angesagt“ sein wird (wobei: angesagt ist heutzutage immer alles, „mix and match“-Eklektizismus nennt man das), und außerdem finden traditionellerweise auch Designerrochaden statt.

In Paris wurde das Gerücht laut, dass Marc Jacobs sich von Louis Vuitton zurückziehen könnte (das wäre natürlich was), Alessandro dell’Acqua wurde zu Rochas geholt, und sein Vorgänger, Marco Zanini, hat Rochas in Richtung Schiaparelli verlassen.

Das ist ja mal nicht uninteressant (warum, darüber habe ich mich hier ein bisschen ausgelassen). Auf Twitter hat jemand den Kommentar hinterlassen „hope he does not fuck round with her epic legacy“ – diese (kühn formulierte) Hoffnung teile ich natürlich. Und bin ganz zuversichtlich.

Ganz so kostümhaft wie die Haute-Couture-Kollektion von Christian Lacroix zuletzt wird Zaninis Vision für Schiaparelli aber wohl nicht sein, schon allein, weil Diego della Valle, nehme ich jetzt und hier einfach mal an, bestimmt auch gern das eine oder andere Kleidchen (Täschchen, Schühchen…) veräußern würde. Reste à voir…

Deutsche Gediegenheit (oder so)

Covercheck: Vogue vs Bazaar, Deutschland, September 2013
Covercheck: Vogue vs Bazaar, Deutschland, September 2013

Die Frequenz der Kalte-Platte-Aufwartungen hat natürlich mittlerweile ein lächerlich geringes Maß angenommen, aber man hat ja auch außerhalb der Blogosphäre ein (Berufs)Leben, nicht wahr?

Was ich aber eigentlich sagen wollte (und ich bin ohnehin schon VIEL ZU SPÄT dran, weil ja Septemberausgaben wirklich schon Schnee von gestern sind): Die vor ein paar Wochen unterneommene Parallel-Lektüre von Vogue Deutschland und dem neuen Harpers Bazaar, geleitet von der ganz und gar legendären Margit J. Mayer (ein Interview mit ihr, noch als AD-Chefredakteurin, hier). Man fragt sich übrigens bei diesen abgekürzten Mittelnamen doch unweigerlich immer, wofür das Initial steht: Josefine?

Und ich muss schon sagen: Vielleicht tut es ja der deutschen Ausgabe des Condé-Nast-Flagschiffs ganz gut, dass da einmal ernstzunehmende Konkurrenz auftaucht. Schließlich fällt der Vergleich in meinen Augen sehr zugunsten von Bazaar aus: frischer, origineller, liebevoller, überlegter, anspruchsvoller. Und es gibt auch mehr zu lesen (die deutsche Vogue ist ja ohnehin die meiner Meinung nach inhaltsärmste von allen).

Es bleibt also spannend, wie sich die Angelegenheit ab Januar 2014, wenn Bazaar dann monatlich in die Geschäfte kommt, entwickeln wird. Nach dem Vergleich der Septemberausgaben würde ich sagen, die Vogue sollte sich denn doch ein etwas zeitgemäßeres Kleidchen überstreifen. Die „Medienmarke“ allein macht’s nicht …