Quietschig dufte

Nostalgia

Unlängst hatte ich zum zweiten Mal Gelegenheit, den – wenigstens auf den ersten Schnüff – ganz und gar außergewöhnlichen Duft „Nostalgia“ von Santa Maria Novella zu testen. Die in Florenz beheimatete, unglaublich traditionsreiche Apotheke mit angehängter Duftstube hat auch diese Komposition hervorgebracht, die ein für alle Mal die Frage beantwortet: Was schenkt man einem Autonarren?

Also: Einem Autonarren offeriere man „Nostalgia“, weil dieser Duft mit dem unvergleichlich typischen Aroma von (im Vorschmelzstadium befindlichen) Gummi (!) eröffnet, man kommt sich direkt vor wie beim Reifenwechseln, oder neben einer mit quietschend bremsenden Autos gespickten Fahrspur.

Was so großartig eröffnet, verwandlet sich innerhalb weniger Minuten in ein relativ konventionell ledriges Parfüm, das noch immer gut riecht – und wer will auch als olfaktorischer Abklatsch eines Autoreifens durch den Tag gehen?

Aus dem Farbtopf

neon

Die Hoffnung auf den Frühling gebe ich selbstverständlich auch heuer nicht auf, auch wenn wir in Mitteleuropa noch in Schneemassen versinken. Und als ich mich letztens durch die Matschmassen auf der Wiener Mariahilfer Straße schob, kam mir doch glatt der neue (?) Gola-Flagshipstore unter. So viel Gola auf einem Fleck, nanu? Frohen Mut verbreitet jedenfalls die „Redford Sunshine“ aus der Kooperations-Kollektion mit dem total japanisch anmutenden, in Sheffield beheimateten Designstudio Tado.

Dazu passt, wenn schon, denn schon, ein kunterbunter Sweat-Cardigan von American Apparel, in den Farben einer Achtzigerjahre-Eiscreme-Kombi, Version Neon pur.